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# Welche Web-Verschlüsselungs-Checks führt der Enginsight Observer durch?

Der Observer ist eine Enginsight Komponente, die auf Systemen an unterschiedlichen Standorten installiert werden kann, um Endpunkte – dies sind bei Enginsight interne und externe Webseiten und Domains – von außen zu überwachen.

Dazu gehört auch die Überprüfung der SSL/TLS-Verschlüsselung des Endpunkts auf bekannte Schwachstellen, die durch Fehlkonfigurationen oder die Verwendung veralteter Technologien entstehen.

Folgende Web-Verschlüsselungs-Checks werden durch den Observer durchgeführt:

<table><thead><tr><th width="272.79296875">Name des Checks</th><th>Beschreibung</th></tr></thead><tbody><tr><td>Abgelaufenes Zertifikat</td><td>Das verwendete SSL/TLS-Zertifikat ist abgelaufen und damit ungültig. Es können keine sicheren Transaktionen mehr durchgeführt werden.</td></tr><tr><td>Ablauf der Gültigkeit der CRL (Certificate Revocation List)</td><td>Der Gültigkeitszeitraum der verwendeten Zertifikatsperrliste ist abgelaufen. Eine veraltete CRL kann bspw. nicht mehr anzeigen, ob ein Schlüssel kompromittiert wurde.</td></tr><tr><td>Abweichung zwischen Zertifizierungsstelle und Aussteller</td><td>Zertifizierungsstelle (Certificate Authority; CA) und Aussteller passen nicht zusammen.</td></tr><tr><td>Abweichung zwischen Zertifizierungsstelle und Seriennummer des Ausstellers</td><td>Zertifizierungsstelle und Seriennummer des Ausstellers passen nicht zusammen.</td></tr><tr><td>Anfällig für DROWN</td><td>Der Webserver verwendet das veraltete Protokoll SSLv2. Dadurch kann unter anderem aufgezeichneter TLS-Datenverkehr abgegriffen werden.</td></tr><tr><td>Anfällig für FREAK</td><td>Bei einer FREAK-Attacke werden die Kommunikationspartner dazu gebracht, sich auf eine unsichere Verschlüsselungsmethode zu einigen, obwohl sichere Verfahren zu Verfügung stehen. So können Daten leicht abgefangen und manipuliert werden.</td></tr><tr><td>Anfällig für Heartbleed</td><td>Aufgrund eines Programmfehlers in OpenSSL lässt sich der Server manipulieren, sodass er sensible Informationen preisgibt.</td></tr><tr><td>Anfällig für Logjam Attacken</td><td>Indem eine Schwachstelle im Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch ausgenutzt wird, kommen Angreifer an die geheimen Schlüssel.</td></tr><tr><td>Anfällig für NULL Pointer Dereference</td><td>Durch das Versenden eines bösartigen Zertifikats kann ein Angreifer einen Denial-of-Service-Zustand verursachen.</td></tr><tr><td>Anfällig für SLOTH Attacke</td><td>Schwache Hash-Funktionen (MD5, SHA-1) erlauben eine SLOTH-Attacke. Dies kann zu Identitätsdiebstahl (Impersonation), dem Abfangen von Anmeldedaten und dem Schwächen der Verschlüsselung führen.</td></tr><tr><td>Anfällig für Sweet32 Attacken</td><td>Die Stream-Chiffre RC4 macht die Verbindung anfällig für Sweet32-Attacken. Durch das Abfangen großer Datenmengen in einer langen Sitzung kann ein Angreifer Kollisionen erzeugen, um verschlüsselte Daten, z.B. Sitzungs-Cookies, zu entschlüsseln und HTTPS-Verbindungen zu übernehmen.</td></tr><tr><td>Anfällig nach Maßgabe der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)</td><td>Die SSL/TLS-Verschlüsselung widerspricht dem aktuellen Stand der Technik und verstößt daher gegen Art. 32 DSVGO.</td></tr><tr><td>Anfällig nach Maßgabe des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)</td><td>Die SSL/TLS-Verschlüsselung entspricht nicht den Maßgaben des BSI.</td></tr><tr><td>Chiffre unterstützt MD5</td><td>Die Hash-Funktion MD5 (Message-Digest Algorithm 5) gilt nicht mehr als ausreichend sicher und sollte daher nicht verwendet werden.</td></tr><tr><td>CRL Signatur nicht entschlüsselbar</td><td>Eine nicht entschlüsselbare CRL-Signatur kann bedeuten, dass die Zertifikatsperrliste beschädigt, abgelaufen oder die Signaturkette zur Zertifizierungsstelle unterbrochen ist. Dies führt dazu, dass Zertifikate nicht als gültig verifiziert werden können.</td></tr><tr><td>Die Schlüsselverwendung berücksichtigt nicht das Signieren von Zertifikaten</td><td>Ein Zertifikat wird zum Signieren anderer Zertifikate verwendet, obwohl das Attribut der Schlüsselverwendung (Key Usage) dies nicht zulässt, wodurch das Zertifikat eigentlich ungültig ist.</td></tr><tr><td>Die Zertifikatskette konnte nicht verifiziert werden</td><td>Der Browser kann die Zertifikatskette nicht verifizieren. Dadurch kann er die Vertrauenswürdigkeit eines Servers nicht bestätigen.</td></tr><tr><td>Fehlender Common Name in Subject Alternative Names</td><td>Der Common Name ist nicht in den Subjekt Alternative Names enthalten, weshalb die Validierung des Zertifikats blockiert wird.</td></tr><tr><td>Formatfehler im Feld lastupdate von crl</td><td>Das <em>lastupdate</em>-Feld für die Anzeige der letzten Aktualisierung in der CRL enthält eine ungültige Zeit.</td></tr><tr><td>Formatfehler im Feld nextupdate von crl</td><td>Das <em>nextupdate</em>-Feld für die Anzeige der anstehenden Aktualisierung in der CRL enthält eine ungültige Zeit.</td></tr><tr><td>Formatfehler im notafter Feld des Zertifikats</td><td>Das <em>notafter</em>-Feld für die Anzeige des Endes der Gültigkeit der CRL enthält eine ungültige Zeit.</td></tr><tr><td>Formatfehler im notbefore Feld des Zertifikats</td><td>Das <em>notbefore</em>-Feld für die Anzeige des Beginns der Gültigkeit der CRL enthält eine ungültige Zeit.</td></tr><tr><td>Keine Unterstützung für Authenticated Encryption (AEAD) Chiffren</td><td><p>Der AEAD-Verschlüsselungsstandard wird empfohlen, da er</p><p>die Vertraulichkeit (Unlesbarkeit) und Integrität (Unveränderbarkeit) einer Nachricht sicherstellt.</p></td></tr><tr><td>Keine Unterstützung für Perfect Forward Secrecy (PFS)</td><td>Die Unterstützung von PFS wird empfohlen. Es stellt sicher, dass der jeweils neu ausgehandelte Sitzungsschlüssel nicht aus dem Langzeitschlüssel rekonstruiert werden kann.</td></tr><tr><td>Keine Unterstützung für Secure Renegotiation</td><td>Der Server ist nicht in der Lage, eine sichere Neuaushandlung der SSL/TLS-Verbindung zu initiieren. Eine unsichere Neuaushandlung macht die Verbindung anfällig für Man-in-the-Middle-Angriffe, sodass z.B. bestehende verschlüsselte Sitzungen manipuliert werden können.</td></tr><tr><td>Kein Zertifikatsaussteller ermittelbar</td><td>SSL/TLS-Zertifikate werden von Certificate Authorities herausgegeben, die ermittelbar sein müssen.</td></tr><tr><td>Lokales Aussteller-Zertifikat nicht verfügbar</td><td>Eine SSL/TLS-Verbindung kann nicht hergestellt werden, da der Client das Zertifikat der ausstellenden Zertifizierungsstelle nicht im lokalen Speicher findet.</td></tr><tr><td>Nicht unterstützter Zertifikatszweck</td><td>Ein Zertifikat wird für eine Aufgabe verwendet, für die es nicht signiert wurde.</td></tr><tr><td>Öffentlicher Schlüssel nicht dekodierbar</td><td>Der öffentliche Schlüssel (Public Key) dient dazu, einen sicheren Schlüsselaustausch zu ermöglichen. Er sollte daher dekodierbar sein.</td></tr><tr><td>Pfadlängenbeschränkung überschritten</td><td>Die durch die Zertifizierungsstelle vorgegebene Pfadlängenbeschränkung wurde überschritten. es ist möglich, dass es sich um ein gefälschtes Zertifikat handelt.</td></tr><tr><td>Schwacher Diffie-Hellman Parameter</td><td>Ein schwacher Diffie-Hellman Parameter macht den Schlüsseltausch anfällig für Attacken.</td></tr><tr><td>Selbstsigniertes Zertifikat</td><td>Selbst signierte Zertifikate sind nicht von einer vertrauenswürdigen Zertifikatsstelle validiert und daher nicht zu empfehlen.</td></tr><tr><td>Selbstsigniertes Zertifikat in der Zertifikatskette</td><td>Selbst signierte Zertifikate sind nicht von einer vertrauenswürdigen Zertifikatsstelle validiert und daher nicht zu empfehlen.</td></tr><tr><td>Ungültige CRL (Certificate Revocation List)</td><td>Die verwendete Zertifikatsperrliste ist ungültig.</td></tr><tr><td>Ungültige CRL (Certificate Revocation List) Signature</td><td>Die digitale Signatur der Zertifikatsperrliste kann nicht verifiziert werden.</td></tr><tr><td>Ungültige Zertifikatssignatur</td><td>Die digitale Signatur des SSL/TLS-Zertifikats kann nicht verifiziert werden.</td></tr><tr><td>Ungültiger Hostname</td><td>Das Zertifikat enthält nicht den Hostnamen des Zielsystems.</td></tr><tr><td>Ungültiges Ablaufdatum des Zertifikats</td><td>Das Ablaufdatum des verwendeten Zertifikats ist nicht korrekt.</td></tr><tr><td>Ungültiges CA-Zertifikat</td><td>Das von der Zertifizierungsstelle ausgegebene Zertifikat ist ungültig.</td></tr><tr><td>Ungültiges Zertifikat</td><td>Das verwendete SSL/TLS-Zertifikat ist ungültig und sollte nicht mehr verwendet werden.</td></tr><tr><td>Unterstützt anonyme Chiffren</td><td>Anonyme Chiffren sind unsicher und sollten nicht verwendet werden.</td></tr><tr><td>Unterstützt client-initiierte SSL/TLS Renegotiation</td><td>Clients sollte es nicht erlaubt sein, eine Neuaushandlung der SSL/TLS-Verbindung zu initiieren. Diese Möglichkeit kann ausgenutzt werden, um den Server absichtlich zu überlasten und eine Denial of Service-Attacke (DoS) auszuführen.</td></tr><tr><td>Unterstützt für Poodle-Attacken anfällige Chiffren</td><td>Poodle-Attacken nutzen eine Sicherheitslücke in SSL 3.0, sodass verschlüsselte Informationen einer SSL3.0-Verbindung offen gelegt werden können.</td></tr><tr><td>Unterstützt gefährdete Chiffren</td><td>Chiffren, die unsichere kryptographischer Verfahren beinhalten, sollten nicht angeboten werden.</td></tr><tr><td>Unterstützt nicht das neueste Protokoll (TLSv1.3)</td><td>Das neueste und sicherste Protokoll TLS 1.3 wird nicht unterstützt.</td></tr><tr><td>Unterstützt Null-Chiffren-Verschlüsselung</td><td>Eine Null-Chiffre bedeutet, dass überhaupt keine Verschlüsselung verwendet wird. Dies ist außerhalb von Testzwecken niemals zu empfehlen.</td></tr><tr><td>Unterstützt RC4 Chiffren</td><td>RC4 gilt nicht mehr als ausreichend sicher und sollte daher nicht verwendet werden.</td></tr><tr><td>Unterstützt schwache SSL/TLS Chiffre (Algorithmus)</td><td>SSL/TLS-Chiffren legen fest, mit welchen Verschlüsselungsalgorithmen Schlüssel getauscht werden und wie die Kommunikation abgesichert wird. Werden unsichere SSL/TLS-Chiffren angeboten, ist die hergestellte Verbindung nicht mehr sicher.</td></tr><tr><td>Unterstützt schwache SSL/TLS Chiffre (Parameter)</td><td>SSL/TLS-Chiffren legen fest, mit welchen Verschlüsselungsalgorithmen Schlüssel getauscht werden und wie die Kommunikation abgesichert wird. Werden unsichere SSL/TLS-Chiffren angeboten, ist die hergestellte Verbindung nicht mehr sicher.</td></tr><tr><td>Unterstützt schwache SSL/TLS Handshake Parameter</td><td>Bei der Erstellung und Verifikation von Signaturen während des TLS-Handshakes wird ein unsicherer Signaturalgorithmus und/oder eine unsichere Hash-Funktion verwendet.</td></tr><tr><td>Unterstützt SSL/TLS Kompression</td><td>Von der Verwendung von SSL/TLS-Kompression, einer Funktion zur Reduzierung der Datenmenge vor der Verschlüsselung, wird abgeraten, da sie SSL/TLS angreifbar macht (insbesondere für CRIME, Compression Ratio Info-Leak Made Easy).</td></tr><tr><td>Verwendet bekannte Diffie-Hellman Primzahl</td><td>Die Verwendung einer unsicheren Diffie-Hellman-Primzahl gefährdet die Verschlüsselung.</td></tr><tr><td>Zertifikat abgelehnt</td><td>Das verwendete Zertifikat verursacht Probleme und wird daher abgelehnt.</td></tr><tr><td>Zertifikat CRL nicht erreichbar</td><td>Die Zertifikatsperrliste ist nicht erreichbar, was zu Verbindungsabbrüchen führt.</td></tr><tr><td>Zertifikat ist nicht vertrauenswürdig</td><td>Das verwendete Zertifikat wird als nicht vertrauenswürdig angesehen.</td></tr><tr><td>Zertifikat widerrufen</td><td>Das verwendete Zertifikat wurde widerrufen und sollte nicht mehr verwendet warden.</td></tr><tr><td>Zertifikatskette zu lang</td><td>Die Zertifikatskette ist zu lang und entspricht damit nicht den Vorgaben der Zertifizierungsstelle.</td></tr><tr><td>Zertifikatssignatur nicht entschlüsselbar</td><td>Die Signatur eines Zertifikats ermöglicht es einem Dritten, die Identität des Zertifikatsbesitzers zu bestätigen. Sie sollte daher lesbar sein.</td></tr></tbody></table>

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